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Blended Learning mit MOODLE

Product information "Blended Learning mit MOODLE"

• Moodle-Infrastruktur aufbauen und verstehen
• Moodle professionell verwalten
• Kurse gestalten und in das Unterrichtsprogramm integrieren
• Unterstützender Einsatz von Hot Potatoes und H5P im Präsenzunterricht
• Erfolgreich und zuverlässig Prüfungen mit Moodle durchführen
• Neu in der 2. Auflage: Infos zu neuen Systemvoraussetzungen, überarbeitete Aktivitätsmodule, Migration von 3.x auf 4.x, CI/CD und Kurskommunikation
• Ihr exklusiver Vorteil: E-Book inklusive beim Kauf des gedruckten Buches

Bei „Moodle“ bzw. „E-/Blended Learning“ geht es vor allem darum, gezielt Kurse zu entwickeln, die sich ideal in das didaktische Konzept der Lehre integrieren und diese unterstützen. Auch die Durchführung von Prüfungen und Lernzielkontrollen sowie die Abgabe von Hausaufgaben sind ein wichtiges Thema. Das Lehrpersonal und der menschliche Kontakt sollen dadurch aber nicht ersetzt werden. Vorbereitende Übungen zur Vertiefung des Stoffs sollen kurzweilig gestaltet und auch für kurze Übungssequenzen geeignet sein. Einen Einblick in externe Software, die über den SCORM-Standard (Sharable Content Object Reference Model) in Moodle integriert werden kann, gibt die Vorstellung von Hot Potatoes. In der Zukunft wird für die Unterstützung der Präsenzlehre und der Fernschulung sowie als motivierendes Recherchemedium die Integration multimedialer, interaktiver Technologien wie H5P in Moodle immer wichtiger. Blended-Learning-Technologien (hier am Beispiel des am weitesten verbreiteten LMS Moodle) sollen eine Unterstützung der Aus- und Fortbildung sein, nicht jedoch als eine disruptive Konkurrenz zu einer zwischenmenschlich geprägten Pädagogik aufgefasst werden. Dazu soll dieses Werk beitragen.

AUS DEM INHALT //
Teil I – Allgemeine Ansätze
• Potenzielle Zielgruppen
• Potenzielle Einsatzbereiche
Teil II – Technik
• Der Moodle-Server
• Moodle-Grundinstallation
• Benutzerverwaltung
• Rollen im Moodle-System
• Bereichs- und Kursverwaltung
• E-Mail-Kommunikation
• Designs
Teil III – Moodle in der Praxis
• Moodle im Überblick
• Aktivitäten
• Werkzeuge zur Kursgestaltung
• Ergänzende Lernhilfen für Moodle
• Fragenkataloge in Moodle
• Lernzielkontrollen und Prüfungen

Average rating of 3.5 out of 5 stars

6 reviews


6 reviews

Review with rating of 3 out of 5 stars

Angela on 15.05.2026

Studienrätin für Englisch und Mathematik

Angela am 15.5.2026
Gut verständlicher Einstieg – doch der allererste Schritt ist für Neulinge nicht so leicht zu entdecken
Das bei Hanser Fachbuch erschienene Werk „Blended Learning mit Moodle. Elektronische Lehrmittel in den modernen Unterricht integrieren“ von Robert SCHOBLICK beleuchtet das LMS (Lenrmanagementsystem) Moodle von verschiedenen Seiten. Es ist sehr breit aufgestellt und geht auf drei große Themenbereiche ein: theoretischer Unterbau, Systemvorrausetzungen und Unterrichtspraxis. Durch eine Grundannahme im Vorwort wird die Relevanz des Werkes begründet: „Die Lernplattform Moodle wird heute bereits oft eingesetzt, aber keinesfalls deren Potenziale auch nur annähernd ausgenutzt.“
Das Fachbuch ist potenziell für unterschiedliche Zielgruppen interessant: Lehrkräfte, Dozierende, Auszubildende, Admins und Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft. Jede dieser Berufsgruppen wird im theoretischen Teil näher beleuchtet. Die meisten Personen werden sich nur für etwa ein Drittel des mit 766 Seiten sehr umfangreichen Werks interessieren – Dozierende für die grundsätzlichen didaktischen Überlegungen zum E-Learning, Admins für die technischen Rahmenbedingungen und die Installation, Lehrkräfte für den unterrichtspraktischen Teil. Da sich Moodle kontinuierlich weiterentwickelt, handelt es sich bei der aktuellen Version von 2025 bereits um die zweite überarbeitete Auflage.
Als Lehrerin, die zuvor noch nicht mit Moodle gearbeitet hatte, gefallen mir ganz besonders die realistischen Unterrichtsszenarien. Sie sind auch für solche Lehrkräfte verständlich, die wenig Erfahrung mit E-Learning besitzen. Das gelingt durch eine praxisorientierte Darstellung mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und Veranschaulichungen durch Screenshots.
Neulinge, die ihre ersten Unterrichtseinsätze mit Moodle wagen möchten, finden ausführliche Anleitungen für alle nötigen Schritte des gesamten Workflows, angefangen bei der Registrierung, über das Erstellen eines Profils und das Anlegen des Kurses bis zur Bereitstellung von Links und Material.
Die beschriebenen Einsatzmöglichkeiten berücksichtigen individualisiertes Lernen im Selbststudium und präsenzunterstützendes Online-Lernen, das als kurze Phase oder auch als zentrale Unterrichtsmethode stattfinden kann. Die konkreten Beispiele sind abwechslungsreich und vielfältig. Sie umfassen Spiele, Lückentexte, Multiple-Choice-Fragen und andere Fragetypen in kurzen individuellen Selbstkontrollen oder in kooperativen Phasen während des Unterrichts. Dem Bereich Lernzielkontrollen und Prüfungen wird ein eigenes Kapitel gewidmet.
Auch wenn ich die Verständlichkeit und die Berücksichtigung aller Teilschritte als besonders positiv ansehe, fühlte ich mich durch den Umfang und die Bandbreite am Anfang erschlagen. Für mich wäre eine klarere Kennzeichnung meiner allerersten Schritte für meinen allerersten Unterrichtseinsatz hilfreich gewesen – nach dem Motto „Neulinge beginnen mit der Lektüre hier“.
Alles in allem bietet das Buch einen umfassenden, gut verständlichen Einstieg in die Einsatzmöglichkeiten der Open-Source-Lernplattform Moodle.
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Transparenz-Hinweis: Ich habe das Buch vom Verlag kostenfrei als PDF zur Verfügung gestellt bekommen. Meine Gegenleistung dafür besteht aus dem Schreiben dieser Rezension. Inhaltlich beruht diese ausschließlich auf meiner Wahrnehmung vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen als Lehrkraft für Englisch und Mathematik ohne Vorerfahrungen mit Moodle vor meiner Beschäftigung mit diesem E-Book.

Review with rating of 3 out of 5 stars

Frank on 13.05.2026

Ein interessantes Buch mit falschem Titel

Es wurde bereits in anderen Rezensionen angesprochen: der Titel suggeriert ein didaktischen Buch über die Gestaltung von Lernprozessen. Der Schwerpunkt liegt aber eher auf technischen, administrativen und organisatorischen Aspekten von Moodle. Erst ab der Hälfte des Buches wird deutlich, dass der Autor Moodle nicht nur technisch kennt, sondern auch praktisch im Unterricht eingesetzt hat.

Und genau das ist die Stärke des Buches: die Praxisnähe. Gerade im Teil III bei der Beschreibung verschiedener Aktivitäten in Moodle wird das deutlich. Die Hinweise und Tipps zur Konfiguration und zum praktischen Einsatz sind interessante Anregungen für mich als Trainer. Dafür vielen Dank

Teil I ist eher ernüchternd: die Beschreibung von Stakeholdern und Einsatzgebieten ist eher im Stile eines Essays, weniger im Sinne eines Fachbuchs und schon gar nicht wissenschaftlich oder didaktisch belegt. Da die Gruppe der Stakeholder so groß ist, wäre eine "Gebrauchsanweisung für das Buch" hilfreich: Entscheider bitte Fokus auf Teil I und die Kapitel ... Admins eher Teil II und die Kapitel ... und Trainer/-innen beginnen bitte ab Teil III.

Teil II kann ich nicht kompetent bewerten. Nachfrage bei unseren Admins ergab, dass es sich um solide Moodle-Serverpraxis handelt. Die Infos seien aber teilweise auch stark veraltet.

Insgesamt hätte ich mir einen anderen Aufbau des Buches gewünscht: zuerst einen vollständig gestalteten Moodle-Kurs erleben, anschließend dessen Struktur analysieren und erst danach die technischen Möglichkeiten im Detail erklären. Ein solcher induktiver Zugang hätte aus meiner Sicht deutlich besser zum Thema Blended Learning gepasst.

Fazit: ein interessantes und praxisnahes Moodle-Buch - aber unter einem Titel, der andere Erwartungen weckt.

PS: Die Platzierung dieses Buches im Online-Shop unter "IT -> Softwareentwicklung -> Scrum, Kanban & Co." ist komplett falsch.

Review with rating of 4 out of 5 stars

Wolfram on 09.05.2026

Anregungen für die Kursgestaltung – und mehr

Zu Beginn des Buches wird eine breite Palette der „potentiellen Zielgruppen“ aufgeführt und so ist es kein Wunder, dass man sich zunächst nicht von jedem Kapitel gleich stark angesprochen fühlt. Mein Interesse an „Blended Learning mit MOODLE“ entspringt dem Wunsch, als Fachlehrer in der Oberstufe meinen Einsatz von Moodle im Unterricht weiter zu entwickeln. Da werde ich vor allem im Teil III des Buches, „Moodle in der Praxis“, fündig. Die Lernplattform ist an unserer Schule seit Jahren breit eingeführt (Stichwort Corona) und wird von einem externen Dienstleister betreut. Die meisten meiner Kolleginnen und Kollegen finden sich also in einer ähnlichen Rolle als Kursgestalter/in (=Trainer/in) wieder. Der systematische Aufbau erlaubt es mir niederschwellig, bei den Elementen wie „Textfelder“, „Dateien und Verzeichnisse“ oder „Wiki“, die ich bisher schon ausgiebig verwendet habe, zu beginnen und mir vor allem die „interaktiven Arbeitsmateralien“ zu erschließen und zu entscheiden, was ich davon an welcher Stelle in meinen Kursen für sinnvoll halte. Hervorzuheben ist die Expertise des Autors, der beispielsweise zur Moodle-Aktivität „Buch“ darauf hinweist, dass sie auch von Lernenden gestaltet werden kann, sofern ihnen die notwendigen Rechte zugeteilt werden – eine wertvolle Anregung zur Unterstützung von „Schüleraktivitäten“. An diesem Beispiel wird deutlich, dass ein gewisses Maß an technischem Hintergrundwissen gewinnbringend sein kann. Moodle als Werkzeug bietet von sich aus schon viele Möglichkeiten, doch die Kreativität des Kenners macht dann „das Salz in der Suppe“ aus. Kurzum, auch der vorangehende Teil II zur Technik, den man vielleicht erst einmal überblättert hat, könnte nach einiger Zeit (mehr oder weniger) interessant und eine hilfreiche Ergänzung werden.
Alles in allem ein empfehlenswertes Werk, das man insbesondere als EBook leicht zur Hand haben kann.

Wer bereits tiefer eingestiegen ist und sich in „der Szene“ schon etwas besser auskennt, wird allerdings einige Hinweise vermissen (für die ich hier einer meiner Kolleginnen danken möchte).
So kann man sich z.B. mit der Moodlebox (https://moodlebox.net/de/) ohne viel Aufwand eine Testumgebung aufsetzen und - bei entsprechendem Interesse - die Ausführungen im Teil II u.a. über den Moodle-Server auch praktisch und ohne großes Risiko nachvollziehen.
Bei der Aktivität „Aufgabe“ gibt es verschiedene „Bewertungsarten“ (Rubrik, Bewertungsrichtlinie, einfache, direkte Bewertung), die keine Erwähnung finden, im Einsatz aber sehr hilfreich sein können.
Das Plugin "Lernlandkarte" - eine Möglichkeit, Lernwege ansprechend darzustellen - wird leider ebenfalls nicht erwähnt.
Auch wenn links teilweise durch ihre Aktualität bzw. Kurzlebigkeit auffallen, sollten sie in einem Werk, das sich zu einer Art Standard entwickeln könnte, nicht fehlen. Hier ein paar Anregungen:
• https://selbstlernmaterial-moodle.de/course/index.php?categoryid=3
• Datenbankvorlagen: https://www.taskcards.de/#/board/a29aa0a2-38bb-4a9a-90e1-4c38ec47f9cc/view
• Effiziente Nutzung von KI für die Erstellung von Moodle-Inhalten: https://oer.fdagner.de/2024/12/28/csv-import-moodle/
• „Die Öffnung der Kurslogik“ https://remoodle.de/index.html
• Moodle-Gestaltungsbaukasten: https://ws-lab.de/wp-content/uploads/2026/01/Advanced-Gestaltungstoolbox-V.3.0.2.html
• Das H5P-Kompendium: https://moodle.tsn.at/course/view.php?id=59824
• interaktiven H5P-Inhalte auf https://apps.zum.de/ (Zentrale für Unterrichtsmedien)
• „Hybrides Lernen mit Moodle“ https://visual-books.com/moodle/
• Wöchentliche Treffen der #Moodlebande (überregional): https://bildung.social/@FrauSensaZjohn/116375848132759837

Review with rating of 3 out of 5 stars

Stephan on 29.04.2026

Einführung in Moodle

Das Buch "Blended Learning mit Moodle" ist eine Eiführung in Moodle. Es ist nicht, wie der Titel möglicherweise suggeriert, eine didaktische Einführung mit welchen Werkzeugen in Moodle ein Kurs erstellt werden kann um erfolgreich Blended Learning im Unterricht anzuwenden.

Die Einführung ist sehr umfassend gelungen, und aus der Sicht eines Heimanwenders geschrieben, welcher Moodle auf seinem lokalen System ausprobieren möchte. Im Sinne der Übersicht wäre es sicher hilfreich, manche Installationsschritte und Erklärungen in Kapitel 3 zu verkürzen, weil sich der Einsatz von Websoftware unter Linux, Apache, Mysql und PHP (LAMP) sehr ähnelt und es dafür im Internet und auch in der Literatur genügend Werke gibt, die sich damit auseinandersetzen. Für Admins dürfte das Wissen bekannt sein. Methodisch geschickter wäre es aus meiner Sicht, dem interessierten Anwender eine Installation mit einem Tool wie Docker oder Vagrant vorzustellen, so das dieser ein fertiges Image erstellt bekommt, und er sich mehr auf die spezifischen Aspekte von Moodle selbst, Installation von Plugins oder Anpassen des Designs, konzentrieren kann.

Leider beinhaltet das Buch nur Moodle bis Version 4.3. Aktuell ist die Version 5.2, vom 4x Branch ist nur noch die LTS Version 4.5 interessant. Moodle 3.x muß eigentlich nicht mehr erwähnt werden, da die Version zu alt ist und in der Praxis keine Rolle mehr spielt.

Obwohl hier im Buch nur die Version 4.3 behandelt wird, sind die meißten vorgestellten Moodlebestandteile nach wie vor gültig und unterscheiden sich nur im Detail. Für eine zukünftige Version des Buches wäre es hilfreich, die Screenshots mit dem Boost Theme (anstatt des Classic) durchzuführen, was praktisch seit der 4.0 quasi der Standard und auch in der Dokumentation häufig anzutreffen ist.

Man bekommt mit diesem Werk eine systematische Einführung in das Prinzip von Moodle und alle wichtigen Funktionen und Aktivitäten erklärt. Daran sollte sich auch in zuküftigen Moodle Versionen nicht viel ändern. Eine Aktualisierung ist aber wünschenswert um neue Aspekte (KI Anbindung, neue Fragensammlung) mit aufzunehmen und beispielsweise den Chat, welcher in Moodle 5 nicht mehr vorhanden ist, wegzulassen.

Unter dem Titel Blended Learning könnte ein zweites Werk erscheinen, was sich dann vertieft mit dem Einsatz verschiedener Aktivitäten in einem Kurs befasst und eventuell auch populäre Plugins mit einbezieht, um einen methodisch guten Kurs aufzubauen.

Review with rating of 4 out of 5 stars

Alexander on 15.04.2026

Breite Einführung in das Thema gut gemacht

Verwende selbst seit mehr als 15 Jahren Moodle in verschiedenen Bereichen (Uni, FH, HTL)

Teil 1 klärt einige Begriffe in Zusammenhang mit Moodle und zeigt Einsatzbereiche überlegt und auch kritisch auf.

Den zweiten Teil des Buches welches sich mit der Installation und Betrieb befasst, finde ich als Informatiker gut gemacht - alles Wichtige kommt darin vor.

Habe es jedoch nie gebraucht da es seit einigen Jahren für ALLE Schulen in Österreich mittels eduvidual.at eine bereitgestellte Gratis-Lösung gibt mit überraschend gutem Support! Die Unis/FHs haben selbst große, meist angepasste Installationen.

Im 3ten Teil kommt nun eigentlich erst dass was man sich lt Titel/Untertitel früher erwartet hätte meiner Meinung nach, nämlich wie man Moodle in der Praxis sinnvoll einsetzt. Die Beschreibung reicht dabei von gutem Überblick (Aktivitäten und Lernzielkontrolle) bis hin zu fortgeschrittenen Themen wie Plugins und externe Tools. Besonders hervorheben möchte ich hierbei den Safe Exam Browser welchen ich seit Jahren für eine kontrollierte Prüfungsumgebung auch vor Ort verwende.

Review with rating of 4 out of 5 stars

Oliver on 08.04.2026

Es geht hier nicht um Didaktik

Der Titel "Blended Learning mit MOODLE" legt nahe, dass es hier um die Erstellung von Lerneinheiten, die Bereitstellung von Unterrichtsmaterial und vielleicht noch die Präsentation von Kursen geht, und diese Aspekte werden auch angesprochen. Dennoch steckt sehr viel mehr in dem über 700 Seiten starken Werk: etwa die erste Hälfte beschäftigt sich mit dem Aufbau eines geeigneten Servers, der Installation einer MOODLE-Plattform, der Benutzerverwaltung mit Einrichtung von Rollen und Berechtigungen sowie dem grundsätzlichen Anlegen von Kursen/Kursbereichen nebst zugehöriger Werkzeugen für die E-Mail-Kommunikation. Das ist alles sehr technisch und vor allem für IT-Administratoren von Interesse, während Lehrkräfte und Trainer:innen hier allenfalls etwas Hintergrundwissen mitnehmen werden.

In der zweiten Hälfte des Buches geht es dann um die Möglichkeiten zur Gestaltung von Kursen und Lerneinheiten. Hier wird dargestellt, wie Arbeitsmaterialien konsumtiv oder interaktiv bereitgestellt werden können, wie Lektionen und Unterlektionen funktionieren, wie der Lernfortschritt dargestellt oder Umfragen erstellt werden können, Lernzielkontrollen und Prüfungen möglich sind, u.v.m. Abgerundet wird das durch eine Darstellung verschiedener Plug-Ins von Drittanbietern, die z.B. im Rahmen von Lektionen den Lernenden zur Wiedergabe des Stoffes animieren sollen ("Ausatmen" im Lernprozess). Diese zweite Buchhälfte richtet sich also in erster Linie an die Ersteller:innen von Lerninhalten, Lehrkräfte und Trainer:innen.

Die Darstellung der Inhalte im Buch ist durchgängig schlüssig und aufbauend strukturiert, sprachlich gut verständlich und nachvollziehbar und mit vielen Screenshots sehr anschaulich gelungen. Der Autor nutzt dabei bewusst das Basis-Schema von MOODLE und weist darauf auch eingangs hin - so sieht zwar kaum eine Plattform tatsächlich in der Praxis aus, aber angesichts der wirklich sehr weitreichenden Möglichkeiten, sein MOODLE-System optisch selbst zu gestalten, ist dies wohl die einzige Option, um einen gemeinsamen Nenner zu schaffen.
In einer Vielzahl von Info-Kästchen werden zudem wichtige Aspekte des jeweilig Vorangegangenen nochmal herausgestellt oder ergänzende Tips bzw. Hinweise gegeben oder auf "Stolperfallen" hingewiesen.

Dabei spart der Autor nicht mit Kritik an einem allzu leichtfertigen Blick auf das Thema "Digitales Lernen" - in der Tat machen es sich viele Anbieter von Kursen aller Art etwas zu einfach: es reicht nämlich nicht aus, einfach ein paar PDF-Dateien hochzuladen und die Teilnehmer mittels Prüfungsfragen und Zeitdruck zu nötigen, diese durchzulesen. Digitales Lernen bzw. die Kombination aus digital unterstützter Wissensvermittlung und klassischem Unterricht (und genau um diese Verknüpfung geht es beim "Blended Learning" ja) setzt voraus, dass der Stoff entsprechend aufgearbeitet wird. So, wie man seinen Präsenzunterricht plant, so muss man auch die digitalen Anteile planen und ausarbeiten, und dann kann einen eine Lernplattform wie MOODLE hervorragend unterstützen.

Was das Werk noch wertvoller machen würde, wäre die beispielhafte didaktische Entwicklung und Darstellung eines konkreten Kurses mit mehreren, unterschiedlich aufgebauten Lektionen, um die Möglichkeiten, die die Plattform diesbezüglich bietet, noch besser nachvollziehbar zu machen. Hier bleibt der Autor leider auf einem sehr technischen Niveau, und genau das ist meine (allerdings auch einzige) Kritik an dem Werk: der Titel verspricht hier etwas mehr, als der Inhalt hält, weil der Blick auf die didaktischen Besonderheiten des Blended Learning deutlich zu kurz kommt.

Wer also erwartet, in diesem Buch zu lernen, wie man Unterrichtseinheiten aus der "analogen Welt" in die digitale Umgebung transformiert, wird enttäuscht sein.

Wer hingegen als IT-Administrator aufgefordert ist, eine MOODLE-Plattform bereitzustellen oder zu betreuen, bekommt mit diesem Buch das nötige Handwerkszeug, und auch, wer als Lehrkraft oder Trainer:in auf einer MOODLE-Plattform Kurse bzw. Inhalte erstellen möchte und die didaktischen Aspekte kennt bzw. sich andernorts aneignet, ist hier gut aufgehoben. Für diese beiden Zielgruppen ist das Werk uneingeschränkt zu empfehlen.
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Transparenz-Hinweis: ich habe das Buch vom Verlag kostenfrei als PDF zur Verfügung gestellt bekommen; meine Gegenleistung dafür besteht aus dem Schreiben dieser Rezension. Inhaltlich beruht diese ausschließlich auf meiner objektiven Meinung und Wahrnehmung vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen als Trainer und als IT-Admin (allerdings nicht für MOODLE) und wäre nicht anders ausgefallen, wenn ich das Buch käuflich erworben hätte.

Robert Schoblick

Robert Schoblick studierte Nachrichtentechnik sowie Elektround Informationstechnik. Als zertifizierter Fachtrainer nach EN ISO 17024 (SystemCERT, Austria) arbeitet er in der Erwachsenenbildung und in der Lehrlingsausbildung u. a. in den Fachgebieten Informatik, Informationstechnik, Elektrotechnik und Mechatronik. Außerdem ist er freiberuflich als Fachjournalist (IT, Energietechnik, Elektromobilität) und als Buchautor tätig. Seine besonderen Interessen sind: - Blended Learning in der (sinnvollen) Praxis - Didaktischer Nutzen digitaler Lehr/Lernunterstützung (im Rahmen eigener Kursgestaltung) - Moodle (lernbegleitendes Angebot für die Kursteilnehmer, Durchfüh-rung von Lernzielkontrollen) - Virtuelle Klassenzimmer - Lernen „on Demand“ in der beruflichen Weiterbildung (Mitarbeiterschulung etc.). - Regenerative Energietechnik - Elektromobilität

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