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Licht und Beleuchtung im Medienbereich

Product information "Licht und Beleuchtung im Medienbereich"

Von den Grundlagen bis zu Anwendungen im Show- und Eventbereich – dieses Lehrbuch vermittelt alles, was Sie über Licht und Beleuchtung im Medienbereich wissen müssen.

Neben den Grundgrößen der Lichttechnik und Farbmetrik und der Wahrnehmung des Auges werden die Eigenschaften von Lichtquellen inklusive LEDs, verschiedene Scheinwerfer, Lichtstellpulte und die Lichtsteuerung behandelt. Moderne Lichtsysteme wie Medienwände und Medienserver (Digital Lighting) werden erläutert und ihre Anwendung gezeigt. Entwicklungen in Richtung AR und VR werden erklärt.

Das Buch zeigt Anwendungen von Theater- über Fernseh- bis zum Show- und Eventlicht. Beispiele aus der Praxis, etwa zum Eurovision Song Contest, vermitteln, was mit Licht und Beleuchtung möglich ist.

Mit Verständnisfragen, Übungsbeispielen, vielen Fotos, Grafiken und Infokästen eignet es sich ideal als kursbegleitendes Lehrbuch oder zum Selbststudium. Die Autor:innen arbeiten alle im Bereich Lichtplanung und Lichtdesign und garantieren einen hohen Praxisbezug.

Diese dritte Auflage ist aktualisiert und erweitert worden. So ermöglichen etwa Laser-Engines die Konstruktion noch enger strahlender Movinglights. Auch das Thema Blue Hazard ist wieder verstärkt in den Fokus gelangt. Insbesondere sind auch die Entwicklungen im Bereich Cross Reality und bei KI bzw. Deep Learning eingeflossen.

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Review with rating of 4 out of 5 stars

Bodo on 03.04.2026

Ein Standardwerk für alle, die Licht im Medienbereich nicht nur bedienen, sondern wirklich begreifen wollen

1. Kurze Einleitung

Roland Greules Licht und Beleuchtung im Medienbereich ist 2024 in der 3., aktualisierten Auflage im Carl Hanser Verlag erschienen. Das Buch ist kein schmaler Überblick, sondern ein umfangreiches Lehr- und Praxisbuch, das den ganzen Bogen spannt: von den physikalischen und farbmetrischen Grundlagen über Lichtquellen, Scheinwerfer und Steuerung bis hin zu Theater-, Fernseh-, Film-, Show- und Eventlicht. Schon aus Aufbau und Vorwort wird klar, dass hier nicht nur Wissen gesammelt, sondern ein Fachgebiet in seiner ganzen Breite erschlossen werden soll.

2. Zusammenfassung des Inhalts

Die besondere Stärke des Buches liegt in seiner klaren Dramaturgie. Greule beginnt nicht direkt bei der Bühne oder beim Scheinwerferpark, sondern dort, wo jedes Nachdenken über Licht eigentlich anfangen sollte: bei Strahlung, Fotometrie, Kontrast, Helligkeit, Auge, Wahrnehmung und Farbmetrik. Erst danach folgen Messtechnik, Lichtquellen, Scheinwerfer, Lichtsteuerung und Digital Lighting. Im letzten Teil geht es dann in die Anwendungen: Lichtführung, Lichtgestaltung, Theater-Licht, Fernseh-Licht und weitere mediale Kontexte. Diese Gliederung wirkt überzeugend, weil sie das Buch vom Fundament zur Praxis hin entwickelt.

Inhaltlich merkt man schnell, dass Greule nicht nur Theoretiker ist. Das Buch erklärt Lux, Lumen, Leuchtdichte und Farbräume nicht als isolierte Formeln, sondern immer mit Blick darauf, was diese Größen in realen Medienumgebungen bedeuten. Es bleibt also nicht bei „Was ist Licht?“, sondern fragt fortlaufend: Was macht Licht mit Räumen, mit Gesichtern, mit Bildern, mit Aufmerksamkeit und mit Stimmung? Genau dadurch gewinnt das Buch seinen Reiz.

Besonders gelungen ist, dass die Anwendungen nicht wie ein Anhängsel wirken. Wenn Greule etwa von Licht und Schatten, von weichem und hartem Licht oder von Lichtrichtungen spricht, dann geht es nie bloß um technische Korrektheit, sondern um Bildwirkung. Dass im späteren Verlauf sogar große Praxisfelder wie Digital Lighting, Medienserver, Theater- und Fernsehlicht sowie Zukunftsthemen wie Cross Reality, KI und Deep Learning einbezogen werden, macht das Buch bemerkenswert anschlussfähig an die Gegenwart.

3. Analyse des Schreibstils, Struktur und Sprache

Sprachlich ist das Buch sachlich, aber nicht unerquicklich. Man merkt ihm den Lehrbuchcharakter an, doch es liest sich erfreulich konzentriert und oft praxisnah. Greule schreibt nicht geschniegelt oder künstlich elegant, sondern klar, fachlich belastbar und didaktisch organisiert. Das passt zum Thema. Bei einem Gebiet wie Lichttechnik wäre ein allzu lockerer Ton fehl am Platz; hier geht es schließlich auch um Messgrößen, Sicherheitsfragen und technische Standards. Gleichzeitig kippt der Text nie in trockene Abstraktion ab. Die vielen Beispiele, Infokästen, Übungsaufgaben und Verständnisfragen helfen dabei, dass man das Buch nicht nur „durcharbeitet“, sondern tatsächlich mitdenkt.

Die Struktur ist ausgesprochen stark. Gerade bei einem Werk von über 400 Seiten wäre es leicht gewesen, sich in Spezialwissen zu verlieren. Stattdessen bleibt das Buch erstaunlich gut navigierbar. Es ordnet sauber vom Grundsätzlichen zum Komplexen, vom physikalischen Phänomen zur gestalterischen Anwendung. Dass verschiedene Mitautor:innen an Spezialkapiteln beteiligt sind, merkt man dem Gesamtbild kaum störend an; eher im Gegenteil, denn der Praxisbezug gewinnt dadurch sichtbar an Tiefe.

4. Inhaltliche Reflexion: Kernthemen, Argumentationskraft, Tiefe

Das eigentliche Verdienst des Buches besteht darin, Licht nicht bloß als Technik, sondern als Schnittstelle von Physik, Wahrnehmung, Gestaltung und Medientechnik zu begreifen. Es geht eben nicht nur darum, wie hell etwas ist, sondern wie Helligkeit gesehen wird; nicht nur darum, welche Farbe ein Licht hat, sondern wie Farbe unter verschiedenen Bedingungen wirkt; nicht nur darum, welche Geräte verfügbar sind, sondern welche gestalterischen Entscheidungen mit ihnen möglich werden. Diese Mehrdimensionalität trägt das ganze Buch.

Besonders überzeugend ist, dass Greule die klassische Lichtlehre nicht museal behandelt. Die dritte Auflage integriert aktuelle Entwicklungen wie Laser-Engines bei Movinglights, die vertiefte Auseinandersetzung mit Blue Hazard sowie Themenfelder rund um Cross Reality, KI und Deep Learning. Das wirkt nicht wie ein modischer Nachtrag, sondern zeigt, dass sich das Feld tatsächlich verschiebt und das Buch diesen Wandel ernst nimmt.

Ebenfalls stark ist die Verbindung von Regelwissen und ästhetischem Denken. Wenn Greule die Grundregeln der Lichtgestaltung aufführt — Sichtbarkeit, Gewichtung, Stimmung, Dramaturgie, räumliche Wirkung — dann wird klar, dass Licht hier nicht als Beiwerk verstanden wird, sondern als erzählerisches und emotionales Medium. Diese Perspektive hebt das Buch über viele rein technische Handbücher hinaus.

Ganz ohne Einschränkung kommt das Buch allerdings nicht davon. Seine Fülle ist seine Stärke, aber auch seine Hürde. Wer keinerlei Vorkenntnisse hat und eigentlich eine schnelle Einführung sucht, könnte sich anfangs von der Dichte erschlagen fühlen. Manche Passagen verlangen echte Konzentration, gerade im physikalischen und farbmetrischen Teil. Das ist kein Mangel im engeren Sinn, eher die Kehrseite eines Buches, das ernst genommen werden will und sein Thema nicht zu leicht macht.

5. Zielgruppenrelevanz: Für wen ist das Buch geeignet?

Am meisten profitieren Studierende der Medientechnik, Veranstaltungstechnik, Mediengestaltung und angrenzender Fächer. Ebenso sinnvoll ist das Buch für Auszubildende im AV- und Veranstaltungsbereich, für Lichtplaner:innen, Lichtdesigner:innen und für alle, die beruflich mit Bühne, Studio, Show oder Eventproduktion zu tun haben. Das Buch sagt selbst, dass es sich als kursbegleitendes Lehrbuch ebenso wie zum Selbststudium eignet — und genau so liest es sich auch.

Für reine Gelegenheitsleser:innen ist es dagegen nur bedingt gedacht. Wer sich bloß allgemein für „schönes Licht“ interessiert, wird eher einzelne Kapitel mit Gewinn lesen als das ganze Werk von vorn bis hinten. Wer allerdings verstehen möchte, warum Licht in Theater, Fernsehen, Film und Event so unterschiedlich gedacht wird und warum sich Technik, Bildsprache und Wahrnehmung hier ständig ineinanderschieben, findet in diesem Buch eine ausgesprochen ergiebige Grundlage.

6. Fazit & Bewertung

Licht und Beleuchtung im Medienbereich ist ein beeindruckend umfassendes Fachbuch, das seine Autorität nicht durch schwere Sprache, sondern durch Klarheit, Systematik und Praxisnähe gewinnt. Roland Greule gelingt etwas, das in technischen Lehrbüchern selten genug ist: Er erklärt nicht nur Werkzeuge und Begriffe, sondern vermittelt ein Verständnis dafür, warum Licht im Medienbereich eine so zentrale gestalterische Kraft ist. Das Buch ist anspruchsvoll, aber nie abweisend; breit angelegt, aber meist gut geführt; technisch fundiert, ohne den Blick für Wirkung, Atmosphäre und Dramaturgie zu verlieren.

Was dem Buch zur vollen Punktzahl fehlt, ist weniger ein „Fehler“ als eher das, was man sich zusätzlich wünschen könnte:

1. Noch mehr visuelle Führung durch komplexe Inhalte
Gerade bei Themen wie Farbmetrik, Wahrnehmung oder Messverfahren wird es stellenweise sehr dicht. Zwar ist alles korrekt erklärt, aber an manchen Stellen würden mehr grafische Vereinfachungen, Vergleichstabellen oder „Aha“-Visualisierungen helfen, den Stoff schneller zu greifen.
Man merkt: Das Buch erklärt gut – aber es könnte stellenweise noch stärker zeigen.

2. Etwas mehr erzählerische Praxisbeispiele
Die Praxis kommt definitiv vor, aber oft eher systematisch als erzählerisch.
Was fehlt, sind so kleine Einblicke wie:
„So wurde diese Szene konkret beleuchtet – und deshalb wirkt sie so.“
Also mehr Mini-Fallstudien aus echten Produktionen, die Technik und Wirkung direkt verbinden.

3. Einstiegshürde für absolute Anfänger:innen
Der Anfang ist ziemlich physikalisch geprägt (Strahlung, Fotometrie etc.). Das ist logisch aufgebaut – aber nicht unbedingt „einladend“.
Ein kurzes, bewusst niedrigschwelliges Einstiegskapitel im Sinne von
👉 „Warum Lichtgestaltung überhaupt wichtig ist – ganz praktisch gedacht“
würde den Zugang erleichtern.

4. Weniger Stofffülle wäre manchmal mehr
Das Buch will (und kann) sehr viel. Für viele ist das ein Vorteil – aber manchmal wäre eine etwas stärkere Fokussierung oder Hervorhebung des wirklich zentralen Wissens hilfreich gewesen.
Man verliert sich gelegentlich in der Tiefe, obwohl man eigentlich Orientierung sucht.

Roland Greule

Prof. Dr.-Ing. Roland Greule ist Professor im Department Medientechnik (Fakultät DMI) der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, stellv. Leiter des Lichtlabors und Leiter des Forschungs- und Transferzentrum Digital Reality.

"Von den Grundlagen bis zu Anwendungen im Show- und Eventbereich – dieses Lehrbuch vermittelt alles Wissenswerte über Licht und Beleuchtung im Medienbereich." Bühnentechnische Rundschau, Februar 2025

"Der Show- und Eventbereich, der auch großen Einfluss auf die inszenierende Architekturbeleuchtung hat, wird in diesem Buch von Roland Greule umfangreich behandelt. Grundlagen und Übungen werden mit praktischen Planungshilfen und aktuellen Beispielen ergänzt, so dass ein grundlegender Einstieg in das Thema gelingt." HIGHLIGHT, Dezember 2024

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